Dieser Schnitt ist prinzipiell ganz einfach, mal muss nur für das Schrägband recht genau nähen können.
Material:
Als erstes wird ein Stoffrechteck mit den Maßen 26x33cm zugeschnitten
(Maße des fertigen Mäppchens sind dann 26x12cm), die beiden
unteren Ecken werden abgerundet. Je größer die Rundung ist,
desto leichter lässt sich nachher das Schrägband annähen.
In meiner Zeichnung sind die Rundungen etwas zu klein geworden.
Dieses Rechteck braucht ihr aus dem Oberstoff, dem Jeansstoff und (falls
vorhanden) dem Futterstoff.
Die Rechtecke werden links auf links exakt aufeinander gelegt. Bei
einem extra Futter liegt der Jeansstoff zwischen den beiden Stofflagen.
Das ganze bügelt man am besten an dieser Stelle nochmal und sichert
es mit ein paar Stecknadeln.
Dann werden alls Stofflagen zusammen versäubert, dabei muss man darauf
achten, dass sich nichts verschiebt.
Genau genommen wäre das Versäubern gar nicht nötig,
weil die Kanten nachher alle mit Schrägband eingefasst werden, ich
nutze diesen Schritt nur, um alle Lagen zunächst mal zu verbinden.
Man kann das ganze auch einfach mit ein paar Stichen heften, ich finde
aber dass es mit einem großen Zickzackstich am einfachsten geht.
In den folgenden Bildern ist der Oberstoff immer grün, das Futter
orange dargestellt.
Die obere (gerade) Kante wird dann mit Schrägband eingefasst. Wie
das geht kann man bei Natron&Soda (hier)
nachlesen, ich erklär das nicht nochmal ;)
Nun wird das ganze Gebilde gefaltet, wie genau sieht man (hoffentlich
^^) am Bild. Der gefaltete Bruch (grün dargestellt) ist 11cm von der
Schrägband-Kante entfernt.
Diesen Bruch kann man erstmal plattbügeln und die Außenkanten
des Mäppchens, das man langsam als solches erkennen kann, absteppen.
Ich sicher sie allerdings nur mit Stecknadeln, das reicht auch.
Wer einen Satinband-Verschluss haben will, muss das Band nun annähen.
Dafür wird es so gefaltet, dass ein längeres und ein kürzeres
Ende entstehen. Das Band wird dann mit dem Bruch an die Mitte der Oberkante
des Mäppchens (welch schöne Wortkonstruktion, aber das Bild zeigt
was ich meine) gesteckt und evtl. mit ein paar Stichen gesichert.Richtig
angenäht wird es nachher mit dem Schrägband.
Nun wird die komplette Außenkante mit Schrägband eingefasst.
Das ist etwas friemelig, vor allem weil es von beiden Seiten schön
aussehen sollte. Bei mir wird es am besten wenn ich nach dem ersten Schritt
(also nachdem ich das offene Band angenäht habe) die Nahtzugabe an
den Rundungen und an Stellen mit vielen Stofflagen 1-2mm zurückschneide,
das muss man aber einfach ausprobieren. An dieser Stelle tut man sich einen
großen Gefallen wenn man Baumwollschrägband nimmt. Wenn man
das ganze aus einem glänzenden Stoff macht und unbedingt Satinschrägband
haben will, sollte man möglichst dickes (also auch festes) nehmen,
das kostet im Zweifelsfall ein bisschen mehr, lässt sich aber besser
verarbeiten.
Wer das ganze mit Knöpfen schließen will macht jetzt noch
Knopflöcher und näht die Knöpfe an, die ungefähre Position
seht ihr auf dem Bild.
Am Ende wird das (fertige, hurra!) Mäppchen nochmal gebügelt.
Für den Satinbandverschluss wird das längere Ende einmal um das
Mäppchen gewickelt, dann bindet man eine Schleife mit den beiden Enden.
Wie Knöpfe funktionieren sollte klar sein ;)
Und so kann das ganze aussehen:
geschlossen:
offen:
Rückseite:
Andere Varianten: